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Geocachingtour in Jestetten DE, 11.06.2011

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Die Wetteraussichten waren schon Tage vorher nicht gut, dennoch verabredeten wir uns zum Geocachen in Jestetten. Die letzten Regentropfen fielen vom Himmel bei unserer Abfahrt. Bei der Radrennbahn Jestetten trafen wir uns für den ersten Cache.  Im Sommer 1922 wurde die Radrennbahn in Jestetten eingeweiht und es fanden bis 1933 Rennen statt. 1200 Zuschauer kamen zur Eröffnung dieser Bahn.
Die Auhalde( der heute bewachsene Hang über der Narrenvereinshütte) bot als natürliche Tribüne Platz für über 400 Personen.
An vielen Sommertagen drehten hier internationale bekannte Radrennfahrer ihre Runden, darunter auch Jestetter Karl Altenburger und Ludwig Merlo. Von 1928 bis 1933 fand jährlich nur noch je ein Rennen statt, danach verfiel die Anlage.

Wir waren erstaunt, dass bereits schon früher solch steile Radrennbahnen gebaut wurden! Nach kurzem anschauen der Überreste ging es dann auf die Suche des Caches. Ausser einem wunderschönen alten Baum fanden wir leider nichts und mussten somit diesen Cache als nicht gefunden verbuchen.

Wir fanden jedoch an diesem Tag viele Nanos die ganz gut getarnt waren sowie die Hauweg Serie inkl. Bonus Caches.

Der Cache s’Kapellele war eine Herausforderung in vielen Hinsichten. Zuerst die Anfahrt: Durch den Strassen Neubau, konnten wir die direkte Zufahrtsstrasse nicht benützen. So versuchten wir es von einer anderen Richtung und fanden dann schlussendlich auch einen Parkplatz wo wir unsere Cachemobiles abstellen konnten. Nach ca. einem Kilometer Fussmarsch fanden wir auch die schmucke Kapelle. Ein schönes und zugleich herziges Gebäude welches gehegt und gepflegt wird. Wir suchten zu viert und das nicht lange, tasteten alles ab, schauten in jeden möglichen Winkel, das ganze aber leider erfolgslos und somit den zweiten did not found für heute.

Auch gab es ein Cache mit dem Namen, das Wunder von Bern. Nur was hat Jestetten mit dem Wunder von Bern zu tun? Am 04. Juli 1954 an der 5. Fussballweltmeisterschaft in Bern gewann der Aussenseiter Deutschland im Finalspiel gegen das hochfavorisierte Ungarn mit 3:2 und wurden damit zum ersten Mal Fussballweltmeister.Für die Menschen in Deutschland erhielt das „Wunder von Bern“, wie der Sieg genannt wurde, Symbolkraft als ein Zeichen des Aufbruchs nach dem verlorenen Weltkrieg und den Entbehrungen der Nachkriegszeit. Am 05. Juli sollte die Mannschaft in einem Sonderzug durch Jestetten kommen. Die Begeisterung kannte keine Grenzen beim Einrollen des roten Sonderzuges. Ein Riesenjubel brach los, als man Fritz Walter (Kapitän) sah, der den Pokal am Fenster zeigte. Der Musikverein spielte, Fahnen wurden geschwenkt, Kinder standen da mit Blumensträussen. Bürgermeister Holzscheiter überbrachte die Glückwünsche der Gemeinden des ehemaligen Zollausschlussgebietes. Als Erinnerung überreichte er für jeden Spieler eine Bronzeschale mit dem Jestetter Wappen und dem Schriftzug „ Jestetten – dankt ihnen“ aus der Bildhauerwerkstätte Fricker, gegossen in der Metallgiesserei Hiemer.

 

Schlussendlich blieb uns der Wettergott gnädig, es blieb den ganzen Tag trocken. Es war schön mit Orca, Wizzzzard, Irma und Sch4tzsucher auf Böxlijagt zu gehen.

 

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